Seniorennachmittage 1964 bis 2018
Autor Peter Jansen, erstellt 2018; ergänzt mit Fotos und Infos u.a. aus der Chronik der Volksschule Hönnepel, 2011 herausgegeben von Webmaster Norbert van de Sand
1964. Henno Arntz ist Schützenkönig. Ernst Teulings heiratet seine Maria.
Erster „Alte-Leute-Tag am 17.11.1964
Rheinische Post am 22.11.1964:
Freude für alte Leute

HÖNNEPEL. Erstmalig fand in diesem Jahr auf Anregung von Pastor Breimann in Hönnepel ein Nachmittag für die alten Leute der St-Regenfledis-Pfarrgemeinde statt. Der neue Brauch fand gleich beim erstenmal bei allen Teilnehmern, Helfern und Helferinnen so viel Anklang, daß er zweifellos zu einer ständigen Einrichtung wird. Mehr als sechzig alte Damen und Herren über 65 Jahren hatten sich im Saale Maas-Schleß eingefunden und ließen sich von den Helferinnen des Müttervereins bei Kaffee und Kuchen einmal von Herzen verwöhnen. Natürlich war auch für die Unterhaltung gut gesorgt. Die Hönnepeler Schulkinder trugen ein Adventsspiel vor und sagten ihre Gedichte vor den alten Leuten auf. Schulleiter Völling führte die Senioren der Gemeinde mit einem Lichtbildervortrag in die Hönnepeler Geschichte und den dörflichen Jahresablauf. Darüber hinaus erfreute er die Teilnehmer an der Festlichkeit mit vielen guten Dias aus allen Gebieten des Kreises Kleve. Aus dem Dorfalltag erzählten Bilder vom Kieswerk, der Verladestelle und der Landbestellung. Erinnerungen weckten einige Fotos vom diamantenen Priesterjubiläum des verstorbenen langjährigen Pastors an St. Regenfledis, Stegemann.
Einen lustigen Beitrag zur Unterhaltung der alten Leute boten zwei Helferinnen des Müttervereins mit einem Kurzvortrag, der viel Beifall erntete.
Die Organisatoren hatten eine Verlosung eingeplant, bei der es viele nette Gewinne zu bekommen gab.
1965 erhielt die neu erbaute Ritter-Elbert-Schule ihren Namen.
Hierzu schreibt die RP am 31.5.1965:
Zwei Vorschläge „Regenfledis“ und „Ritter Elbert“ standen an. Der Gemeinderat unter Bürgermeister Heins entschied sich mit 4:3 Stimmen für „Ritter-Elbert“.
Zweiter Alte-Leute-Tag in Hönnepel. RP 27.1.1966
HÖNNEPEL. Über sechzig alte Leute nahmen am Donnerstag an der Gemeinschaftsfeier teil, die die St.-Regenfledis-Pfarrgemeinde ihnen nun bereits im zweiten Jahr, jeweils in den Wintermonaten bietet. Im Saale Maas saßen sie bei Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Wein zusammen und ließen sich von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bewirten und unterhalten.

Klara Lamers, Marlies Poorten, Angelika Winkelmann, Thea Knoor und Helga Moll
Das Servieren hatten die Vorstandsmitglieder des Müttervereins übernommen, die Unterhaltung bestritten die Jungen und Mädchen der Ritter-Elbert-Schule. Unter Leitung von Hauptlehrer Völling und Frau Peters trugen sie alle die Spiele und musikalischen Darbietungen vor, die schon den Teilnehmern an den Einweihungsfeierlichkeiten der neuen Schule so viel Freude bereitet hatten und erhielten auch jetzt den herzlichen Beifall der alten Leute.
Bürgermeister Dörning und Pfarrer Breimann hatten die Ehrengäste der Pfarrgemeinde zu Beginn des Alte-Leute-Tages herzlich willkommen geheißen. Auch Schützenvorsitzender Alders sprach Grußworte.
Zwischen den Darbietungen hatten die Gäste ausgiebig Gelegenheit, sich zu unterhalten, und dabei kamen natürlich die alten Zeiten nicht zu kurz. Und da gerade Kaisers Geburtstag war, kamen natürlich all die Erlebnisse wieder zur Sprache, die man zu Wilhelms Zeiten in der Schule hatte. Einige der bejahrten Gäste stiegen sogar aufs Podium und trugen ihre Geschichten aus früheren Zeiten zur Freude aller für die Allgemeinheit vor.
Zum Abschluß dankte der Initiator der Feier, Pastor Breimann, allen Helfern und allen Spendern, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten unter dem Beifall der alten Leute in herzlichen Worten.
RP 1967
Dritter Alte – Leute- Tag am Donnerstag, dem 14.12.67 im Saale Maas.

Auch die Schulkinder waren an der Gestaltung dieses Tages beteiligt. Sie gestalteten eine kleine Adventsfeier mit Flötenspiel, mehrstimmigen Liedern und Gedichten. 15 Programmpunkte hatte die Adventsfeier.
Die Darbietungen, für die die Kinder freiwillig nachmittags an manchen Tagen geübt hatten, bescherte den alten Leuten, den „Opas und den Omas“ – wie es in einem Gedicht hieß – viel Freude. Auch den Kindern hat es viel Spaß bereitet. Mit „Berliner Ballen“ belohnt zogen die Kinder froh nach Hause.
Anmerkung: Der Alte-Leute-Tag – heute zeitgemäßer Seniorennachmittag – war von Anfang an immer an einem Donnerstag.
Nebenbei: Am 20.12.1967 wurde die Reeser Rheinbrücke eingeweiht.
1969 war die kommunale Neugliederung. Ab da gehören wir zu Kalkar. Aber Hönnepel hat sich in vielen Dingen die Selbstständigkeit erhalten.
In den folgenden Jahren gab es immer zur Adventszeit einen Alte-Leute-Tag.
1970 änderte sich etwas. Es wurde jährlich ein Nachmittagsausflug im Kreise Kleve unternommen mit anschließenden Abendessen. Dieser wurde mit öffentlichen Mitteln und Unterstützung des Müttervereins (heute KFD) finanziert.
1976 war Bundestagswahl und die Parteien auf Wählerfang.
Ich denke, das war der Grund, warum die CDU 2,- DM pro Person für den Alte-Leute-Tag stiftete.
Ab 1978 fand der Alte-Leute-Tag monatlich statt.
1978 waren es 48 Senioren die erstmalig ein Weihnachtsgeschenk im Wert von 4-5 DM erhielten.
Ob nun „Alte-Leute-Tag“ „Altenstube“ oder „Seniorennachmittag,“ wie wir heute sagen. Diese Einrichtung erfordert immer einen großen ehrenamtlichen Einsatz.
Maria Lamers: 1964 Mitinitiatorin der Altenstube und Chefin bis 1984:





Von 1964 bis 1984, also 20 Jahre, war es Frau Maria Lamers die sich um den Seniorennachmittag in Hönnepel gekümmert hat. Es waren zwar immer Helferinnen an Ihrer Seite, aber sie hat das ganze organisiert und hochgehalten. Einsatz für eine schöne Sache! Vielen Dank!
Berni Schleß: Leiterin ab 1985
1985 hat Berni Schleß dieses Ehrenamt dann von Frau Lamers übernommen und super fortgeführt.

1992 kam ihr dann Marga Lamers zu Hilfe. Diese beiden waren ein super Team.
Weihnachtsfeier 2001:
Ab 1994 wurde der Seniorennachmittag dann um einen jährlichen Tagesausflug erweitert.
Ende 2005 wechselten dann Berni und Marga die Seiten und gingen in den wohlverdienten Ruhestand. Schön, dass die beiden heute noch den Seniorennachmittag genießen können.
Euch beiden unseren herzlichen Dank für Eure ehrenamtliche Tätigkeit.
Auch Berni hat dieses Ehrenamt 20 Jahre gemeistert. Aber auch Marga stand ihr viele Jahre zur Seite.
Weihnachtsfeier 2001:




7. Juli 2005: Besuch Wunderland:
45 Senioren besichtigten am 7. Juli 2005 zum 10-jährigen Bestehen das Wunderland und wunderten sich über die vielen Angebote und Attraktionen; auch Kaffee, Kuchen und (alkoholfreie !) Getränke wurden reichlich angeboten.



2. Februar 2006: Seniorenkarneval mit neuem Leitungsteam:

Marga Lamers und Berni Schleß organisierten jahrelang bis 2005 in unermüdlichem Einsatz den monatlichen Seniorentreff mit vielen zusätzlichen Veranstaltungen/Fahrten.
2006 übernahmen Jutta Hollmann und Agnes Slaats den Seniorennachmittag. Mit viel Liebe und Mühe gestalten sie die monatlichen Nachmittage.
2007: Karneval und Ausflug am 3. Mai zur Borner Mühle bei Brüggen:


Karneval und Weihnachtsfeier 2008:


Seniorenkarneval 2009 und 2013:


12. August 2010: Senioren im Kernwasser Wunderland
Sie konnten nicht nur den gesamten Freizeitpark besichtigen, sondern sie wurden dazu auch noch kostenlos bewirtet.
Anlass für diesen schönen Nachmittag war das 15-jährige Jubiläum des ersten Treffens von Henny van der Most mit dem Ortsvertreter Norbert van de Sand am 18. Juli 1995; knapp 4 Monate später (am 5. Nov. 1995) kaufte Henny van der Most den Schnellen Brüter und taufte ihn um in Kernwasser-Wunderland und baute ihn um zu einem Freizeitpark, was es bisher auf der ganzen Welt noch nirgendwo gegeben hatte.
2016 Seniorenkarneval:
Viel Spaß mit Tänzen, Büttenreden, Hönnepeler Heimat-/Karnevalslieder, leckerem Essen…….



Der Seniorennachmittag In der heutigen Form (1x im Monat) besteht von 1978 bis 2018, also 40 Jahre. Es wäre schön, wenn es ihn noch lange gibt.
Frau Maria Lamers war 20 Jahre für die Senioren aktiv.
Berni Schleß und Marga Lamers haben sich ebenfalls 20 Jahre für die Senioren eingesetzt.
Allen Beteiligten und Helfern von 1964 bis heute unseren herzlichen Dank für Ihren Einsatz!
Peter Jansen 2018


