Ein paar Worte zum Entstehen dieser Schulchronik

Viele, viele Jahre haben die drei Chronikbände der Volksschule Hönnepel im Verborgenen geschlummert. Nun wird dieses wertvolle Zeitdokument einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Als Lehrer und jetziger Bewohner der ehemaligen Schulleiterdienstwohnung der Kath. Volksschule Hönnepel finde ich den umfassenden Einblick in das damalige Schulwesen besonders interessant; aber auch die vielen lebendigen Schilderungen über das dörfliche und kirchliche Leben in unserem Ort vor dem historischen Hintergrund unseres Vaterlandes sind sehr lesenswert und vermitteln uns einen Hauch der damaligen Geschichte.
Bei den älteren Mitmenschen unter uns werden beim Lesen sicher viele alte Erinnerungen an die damalige Zeit wach gerufen, und die jüngeren Leser können sich ein besseres und fundiertes Bild über die damalige Zeit machen.
Ganz herzlich danke ich allen, die mir bei der Herausgabe geholfen haben: Emma Dörning und weiteren Helferinnen für die „Übersetzung“ der Sütterlin-Schrift und besonders auch Johannes Mölders, der dazu noch mit Änne Pageler und Dr. Liselotte Moser viele Schreibarbeiten am PC erledigt hat; Wilfried Görden für die technische Unterstützung und allen, die noch Schulfotos zur Verfügung gestellt haben. Ein Dank gilt auch den Sponsoren, durch die der Kaufpreis der Chronik erheblich gesenkt werden konnte: Kieswerk Maas-Roeloffs, Verein der Freunde Kalkar e.V., Cornelius Klaasen-van Husen u.a.
Ein ganz besonders herzlicher Dank an Werner Völling, der letzte Schulleiter unserer Volksschule, der nicht nur einen Großteil der Original-Chronik mit viel Liebe und Sorgfalt verfasst hat, sondern auch weitere Fotos mit vielen hilfreichen Hinweisen zur Verfügung gestellt hat.
Alle kursiv gedruckten Texte mit den dazu gehörenden Fotos sind Ergänzungen bzw. Erläuterungen des Herausgebers; sie gehören also nicht zur Original-Chronik, die aus 3 Büchern besteht. Diese enthalten weitere interessante Zeitungsberichte, die aus technischen Gründen und wegen des großen Umfangs nicht veröffentlicht werden konnten: Die Bücher werden aber an Interessierte gerne ausgeliehen.
Hönnepel, im November 2011
Norbert van de Sand
Schulchronik als PDF-Datei zum Herunterladen
Die Schulchronik wurde als limitierte Auflage gedruckt und zugunsten der Dorfrunde verkauft.
Der vorliegende Download ist die digitale Version dieser Auflage.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese Datei -mit Blick auf die umfangreiche und zeitintensive Recherche nur gegen eine Spende zugunsten unserer Dorfgemeinschaft freigeben.
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Fotogalerie: Fotos zur Schulchronik


































Inhalte der alten Homepage zum Nachlesen:
Im November 2011 wurde die Schulchronik der Volksschule Hönnepel (1875-1968) herausgegeben.
Wegen der vergriffenen Auflage gibt es jetzt die Schulchronik der Volksschule Hönnepel als PDF-Datei (160 Seiten) (Download zur Datei siehe oben).
Im Dezember 2011 wurde die Schulchronik der Volksschule Hönnepel gedruckt; die Original-Chronik besteht aus 3 Bänden:
Der 1. Band beschreibt die Jahre 1875-1920 in Hönnepel. Er gehört somit zu den ältesten erhaltenen Schulchroniken im Kreis Kleve und ist noch in der alten Sütterlin-Schrift mit Feder und Tinte in wunderschönen Handschriften geschrieben.
Der 2. Band beginnt im Jahre 1938 und wurde von Schulleitern Anton Ticheloven (1938-1950) und Martin Fehr (1950-1956) geführt. Die Chronikbücher ab 1921 bis 1937 sind „infolge der Wirren des Krieges 1939-1945 verloren gegangen“ (Ticheloven).
Den 3. Band der Schulchronik hat der letzte Schulleiter Werner Völling (1956-1968) mit vielen Fotos und Zeitungsberichten geschmückt.
Die 3 Chronik-Bände beziehen sich nicht nur allein auf die Schule und geben detaillierte Einblicke in den Schulalltag , sondern sie enthalten sehr viel Wissenswertes über das ganze Dorf und das Leben seiner Bewohner, vor allem auch über kirchliche und kommunale Ereignisse und auch über das Vereinsleben. Dazu gibt es sehr informative Einführungen über die lange Geschichte Hönnepels.
Der Anfang der Volksschule
Der erste Lehrer in Hönnepel Johann Heinrich Hoogen (geb. 1776, gest. 1861) kam 1806 nach Hönnepel und war hauptberuflich Küster und Organist und nur nebenberuflich Lehrer (1806-1847) und hatte dafür noch keine besondere Ausbildung.
Zitat aus dem Totenbrief:
Zur christlich frommen Erinnerung
an den Herrn
Johann Heinrich Hoogen
ehemals Lehrer und Küster zu Hönnepel
Mehrmals gestärkt durch den Empfang der hl. Sakramente verschied er an Altersschwäche zu Hönnepel am 10. Juli 1881 in dem hohem Alter von 85 Jahren.
Seit 1806 war er hier als Lehrer und Küster und später auch noch in anderen Verwaltungszweigen dieser Gemeinde thätig, trat jedoch, als seine Kräfte begannen zu versiegen, von dem mühevollen Lehreramte zurück, das er während 41 Jahren mit besonderer Berufstreue bekleidet hatte. Der Dienst im Hause Gottes war von nun an seine Lieblingsbeschäftigung, und das Weilen an heiliger Stätte eine wahre Seelenwonne.
Am Spätabende seines Lebens ward ihm die seltene Freude zu Theil, den goldenen Jubeltag seines Amtsantrittes festlich zu begehen, wobei ihm von Seiten der Gemeinde für sein vieljähriges treues Wirken lauter Dank und durch Königliche Huld eine öffentliche Auszeichnung gezollt und zuerkannt wurde………
Gebet war ihm Erholung und Wohlthun süße Wonne.
Den Wunsch, unter dem Segen des Priesters seine Seele auszuhauchen, hat der Herr ihm, dem treuen Diener, nicht versagen wollen; denn umringt von den theuern Seinen und unter dem Sterbesegen und den Gebeten der Kirche entfloh sein Geist in die Ewigkeit……..
Der zweite Lehrer in Hönnepel (1847-1891) Heinrich Liesefeld war „der erste seminaristisch vorgebildete Lehrer in Hönnepel. Mit Wilhelm Theunissen (1934-1938) kam der erste Absolvent einer Pädagogischen Akademie“. (Zitat Ticheloven)
Lehrpersonen in Hönnepel ab 1934:
| a) Lehrer Johannes Uthoff Wilhelm Theunissen Anton Ticheloven Martin Fehr Werner Völling Helmut Maas b) Lehrerinnen Katharina Weilbächer Ellen Peters geb. Mayer | 1932-1934 1934-1938 1938-1950 (ab 1940 Soldat, bis 1947 in Kriegsgefangenschaft) Vertretung: Franz Froitzheim aus Kalkar 1950-1956 1956-1968 (Auflösung der Volksschule) 1964-1965 1932-1960 1960-1968 (Auflösung der Volksschule) |
40 Jahre nach Schließung der Volksschule Hönnepel (1968) trafen sich 20. April 2008 der ehemalige Schulleiter Werner Völling und seine damalige Kollegin Ellen Peters mit ihren Ehepartnern im Lehrerhaus von Hönnepel. Hier blätterten sie nicht nur interessiert in der alten Schulchronik, die Werner Völling damals liebevoll mitgestaltet hat, sondern in einer sehr heiteren Runde wurden auch viele alte Hönnepeler Anekdoten erzählt. Auf Initiative von Völling -zusammen mit dem Historiker Dr. Friedrich Gorissen – wurde bei der Einweihung der neuen Volksschule (1966) das Ritter-Elbert-Wappen angebracht, das von dem Klever Künstler Walter Brüx (Lehrer von Joseph Beuys) gestaltet wurde. Die Vorlage dieses Wappens hängt heute noch im ehemaligen Kloster Graefenthal.
Vorstellung der Schulchronik 2011 beim Herbstzauber – Büchereifest am 16. November 2011.
Chronik der Volksschule Hönnepel ist da
Rheinische Post 17. November 2011
Von Werner Stalder
KALKAR-HÖNNEPEL Viele Jahre hat die Chronik der Volksschule Hönnepel im Verborgenen geschlummert. Endlich wurde dieses wertvolle Zeitdokument jetzt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Norbert van de Sand, Lehrer und jetziger Bewohner der ehemaligen Schulleiterdienstwohnung der Kath. Volksschule Hönnepel, fand den umfassenden Einblick in das damalige Schulwesen besonders interessant.

„Bei den älteren Mitmenschen werden beim Lesen sicher viele Erinnerungen an die frühere Zeit wachgerufen, und die jüngeren Leser können sich ein besseres und fundiertes Bild über die damalige Zeit machen“, sagte van de Sand, Autor und Herausgeber, bei der Vorstellung der Chronik von 1875 bis 1920 und von 1938 bis 1968 im „Ritter-Elbert-Zentrum“ in Hönnepel. Mit dabei waren die früheren Lehrpersonen, Ellen Mayer, (später Peters), die von 1960 bis zur Auflösung der Schule 1968 dort Dienst tat, und Werner Völling, letzter Schulleiter, tätig von 1956 ebenfalls bis 1968 (Foto). Der Inhalt der Chronik resultiert aus drei Schulchroniken, darunter eine der ältesten Volks-schulchroniken im Kreis Kleve aus 1875, die aus der Sütterlin-Schrift „übersetzt“ werden musste. Die zweite Chronik behandelt den Zeitraum von 1938 bis 1957, und schließlich berichtet das dritte Buch über die Geschehnisse von 1958 bis 1968.
Bei der Vorstellung lösten vor allem die alten Klassenfotos Begeisterung aus. Im ersten Teil wird immer wieder der „Geburtstag unseres Königs und Kaisers“ hervorgehoben. Auch wird über eine Krankheit und den Tod durch „Halsbräune“ berichtet.
Der Chronist schreibt über die Ernte und das Hochwasser. Das 500-jährige Jubiläum der Pfarrkirche zur hl. Regenfledis 1882, verbunden mit einem Ablass dun Papst Leo XIII. und die Konsekration des Hochaltares finden große Beachtung.
Interessant ist die Abhandlung über die Jubelfeier zur 300-jährigen Zugehörigkeit Herzogtums Cleve zur Krone Brandenburg-Preußen. Dafür fuhren die Kinder 1909 nach Cleve: „Ein ergreifender Augenblick, als die unschuldigen Kinder bei lautem Jubel ihrem Landesvater und ihrer Landesmutter, ihre Liebe und Anhänglichkeit von Angesicht zu Angesicht darbrächten“, heißt es in der Chronik, die das schulische, kirchliche und dörfliche Leben auf 160 Seit dokumentiert.

Foto: Lehrerin Ellen Peters und der letzte Schulleiter der Volksschule Hönnepel (bis 1968) Werner Völling mit Norbert van de Sand (Herausgeber der Chronik)
