Entwurf: (kann noch durch weitere Vorschläge, Anregungen ergänzt werden)

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
schon seit einem Jahr hat die Vereinsrunde Hönnepel Initiativen zur Verkehrsentlastung gestartet. Erste Erfolge unseres Antrags vom 1. Oktober 2019 zur Lenkung des Wunderland-Rückverkehrs über die Umgehungsstraße sind bereits seit Mai 2020 sichtbar durch das Aufstellen  des Gebotsschildes „Vorgeschriebene Fahrtrichtung rechts“ mit Leitboys am Kernie-Ausgang. Weitere Leitboys zur Reduzierung der gefährlichen  Wendemanöver auf der L8 werden nach unserem ergänzenden Antrag vom 24. August vom Straßenverkehrsamt befürwortet, wobei die Finanzierung noch geklärt werden muss. 
Diesen ersten Lösungsansätzen müssen weitere Lösungskonzepte folgen, wozu wir Ihnen bereits am 11. August  einen konkreten Vorschlag vorgelegt haben! 

Historie zum Genehmigungsverfahren bei der Umwidmung des Schnellen Brüters in den Freizeitpark Wunderland 1996/97:

Bei dieser Umwidmung haben Stadt, Kalkar, Kreis Kleve (SVA) und Straßenbaulastträger ein Verkehrskonzept erstellt, an dem ich auch als damaliger Vorsitzender des Verkehrsausschusses involviert war.

Hauptziel war dabei die Lenkung des Verkehrs aus dem Ruhrgebiet und den Niederlanden ab Brücke Rees über die B67-Abfahrt Appeldorn zur eigens für Hönnepel gebauten Umgehungsstraße, um so das Dorf Hönnepel (Griether Str. und Rheinstr.) nicht mit dem Durchgangsverkehr zum Wunderwand zu belasten.  
Dazu wurden entsprechende Hinweisschilder am Vorwegweiser auf der Reeser Brücke und auf der Kreuzung Appeldorner Str./Rheinstr. Richtung Umgehungsstraße „Zum Wisseler See“ angebracht. Im ersten Jahrzehnt funktionierte dieses Verkehrskonzept tadellos, so dass kaum Autos durch Hönnepel zum Wunderland fuhren.
Das änderte sich mehr und mehr, je mehr sich die Autofahrer durch Navis lenken ließen, so dass derzeit kaum noch jemand die Hinweisschilder an den Vorwegweisern beachtet. Das muss sich wieder ändern!
          Zielsetzung:

Ziel muss es daher sein, das von allen Beteiligten damals beschlossene Verkehrskonzept wieder in die Praxis umzusetzen und zu aktualisieren  durch Anpassung der von den Navis angegebenen Fahrtrouten!
Daher schlagen wir für den morgendlichen sehr starken Anreiseverkehr vor, dass  – ähnlich wie beim Rübenverkehr – zusätzliche Gebotsschilder „Vorgeschriebene Fahrtrichtung geradeaus“ mit dem Zusatz „Besucher Wunderland“  (Fotomontage) an den vorhandenen Vorwegweisern an der Reeser Brücke  und an der Kreuzung Föckenhof angebracht werden.

Diese zusätzliche Beschilderung hätte folgende 10 Vorteile:
1. Verpflichtung der Navi-Betreiber wegen der  verkehrsrechtlich bindenden Beschilderung bei der Zieleingabe Wunderland die ausgewiesene Umgehung als einzige Route anzubieten
2. Bessere Annahme der abendlichen Rückroute über die Umgehung, da diese dann bereits von der Hinfahrt bekannt ist
3. Keine Kosten für die Anlieger
4.  Keine Kosten für die Stadt und die betroffenen Straßenbaulastträger
5. Möglichkeit der baldigen Umsetzung
6. Nicht nur Entlastung der Griether Str., sondern auch der Rheinstraße mit dem bebauten Mühlenfeld
7. Keine langen Rückstaus mehr abends an der Brückenauffahrt Niedermörmter durch Entzerrung des Verkehrs
8. Keine Behinderung für landwirtschaftliche Fahrzeuge
9. Keine Nachteile für Wunderland als wichtigen Arbeitgeber und Tourismusmagnet der Stadt Kalkar
10. Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und
Abgasen  § 45 (1) 3 StVO 

Das angebliche Gegenargument gegen die vorgeschlagene Beschilderung:
Im Gegensatz zum Rübenverkehr sind Wunderland-Besucher nicht zu erkennen, so dass bei Nichteinhaltung kein Bußgeld verhängt werden kann.

Dieses Argument ist aus folgenden Gründen nicht stichhaltig:
1. Ziel bei dieser Beschilderung ist nicht die Verhängung von Bußgeldern, sondern den bisher starken Durchgangsverkehr durch Hönnepel wirksam zu reduzieren.
2. Auch bei der Beschilderung z.B. „Anlieger frei“ ist kaum ein Bußgeld möglich, da jeder Autofahrer, der widerrechtlich eine Anliegerstraße benutzt, ein „Anliegen“ vortäuschen kann („ich habe jemanden gesucht“), so dass er nicht zahlen muss. Trotzdem stellt man diese Anliegerschilder auf! Ziel ist auch hier die wirksame Reduzierung des Verkehrs auf diesen Straßen!
 

Beschilderung juristisch möglich:
Inzwischen haben wir uns juristische Fachberatung eingeholt. Danach muss unser Antrag nicht genehmigt werden, er kann aber genehmigt werden, weil eine solche Beschilderung keinen gesetzlichen Vorgaben widerspricht!

Bis jetzt keine Alternativen bekannt:
Eine Reduzierung des Verkehrs in Hönnepel durch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ist auf der Griether Straße wegen der derzeitigen Einstufung als Landstraße nicht genehmigungsfähig; eine Umwidmung als Gemeindestraße ist wegen der hohen Kosten für Stadt und Anlieger keine Alternative, zumal die Straße auch für landwirtschaftliche Großfahrzeuge weiter nutzbar sein muss. 

Weiteres Vorgehen:
Da laut Ratsbeschluss die Stadt alle Beteiligten ´zu einem „runden Tisch“ einladen wird, möchten wir hierzu unseren Lösungsvorschlag offiziell einbringen in der Hoffnung, dass er dann mit dem Votum der Stadt an den Kreis Kleve weitergeleitet wir, um so die Chancen zur Umsetzung zu erhöhen.
Eventuell andere Möglichkeiten zur Umprogrammierung der Navis werden natürlich gerne akzeptiert.
Hauptsache der Wunderlandverkehr wird um Hönnepel herumgeleitet, wie es das gültige Verkehrkonzept vorsieht! 
Alle Anlieger der Griether Str. (Hönnepel) und der Rheinstraße (Mühlenfeld bis Brückenauffahrt Niedermörmter) wurden schriftlich per Hauswurfsendung über unseren Lösungsvorschlag informiert und hatten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

Für weitere Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert van de Sand
Vorsitzender Vereinsrunde Hönnepel
Griether Str. 33
47546 Kalkar
Tel. 02824-2732; 0152-37126979