Straßenverkehrsamtes lehnt (vorerst noch) Vorschlag der Vereinsrunde (Fotomontage) ab!
Grund: fehlende Unfälle in Hönnepel!

(Auszug):

Seitens des SVA des Kreises Kleve wird durchaus nachvollzogen, dass die Anlieger in Hönnepel nicht begeistert über die vielen durchfahrenden Autos sind und diese auch natürlich Lärm verursachen- es handelt sich aber immer noch um eine Landesstraße, welche für diesen Verkehr auch gewidmet wurde.

In Zeiten als das Kernwasserwunderland noch nicht in Betrieb war, mag es eine sehr sehr ruhige Landesstraße gewesen sein - inzwischen ist es eine Landesstraße die Ihrem Zweck entsprechend verwendet wird und auch eine entsprechende Belastung ist nun vorhanden und diese ist zumutbar. Es werden keine weiteren verkehrsrechtlichen Maßnahmen erfolgen, es sei denn, die Verkehrsunfallzahlen erhöhen sich und bestätigen somit ggf. eine erhebliche Gefahrenlage im Sinne des § 45 Abs. 9 StVO.“

Anmerkung zu dieser Stellungnahme:
Danach ist die von der Vereinsrunde vorgeschlagene Beschilderung durchaus möglich, wird aber wegen der bisher fehlenden Unfälle derzeit noch abgelehnt.
Die Vereinsrunde wird (wahrscheinlich) daher einen neuen Antrag stellen und diesen mit § 45 (1) 3 StVO begründen:
Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen

 

Schreiben an das Straßenverkehrsamt vom 24. August 2020:

„Unsere Bemühungen für eine Umleitung des morgendlichen Wunderland-Anreiseverkehrs  über die eigens für Hönnepel gebaute Umgehung zum „Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgase“  § 45 (1) 3. StVO werden wir wegen der vielen Vorteile weiter fortsetzen, was ja für LKW’s bereits praktiziert wird. Diese werden  auf Initiative der Vereinsrunde und der Stadt Kalkar per umprogrammierter  Navis bereits auf die Umgehungsstraße Hönnepel umgeleitet, um so unser Wohngebiet vor Lärm und Abgasen zu schützen.  Für LKW‘s ist also schon eine Umleitung um Hönnepel möglich!
Das fordern wir jetzt auch für PKW’s!

Anscheinend dauert es besonders  im Kreis Kleve oft sehr viel länger, bis vernünftige Lösungsvorschläge von Bürgern akzeptiert werden;
dafür 2 beweisende Belege:
1. Als Planungsausschussvorsitzender habe ich vor dem Bau der Umgehungsstraße Hönnepel damals gefordert, dass statt der Kreuzung mit der Rheinstraße (L41) mit großen Abbiegespuren ein wesentlich kostengünstigerer Kreisverkehr hier eingerichtet werden soll.
Das wurde von den Behörden abgelehnt mit der Begründung: „Ein Kreisverkehr auf freier Strecke außerhalb geschlossener Ortschaft ist viel zu gefährlich!“ Wenige Jahre später wurden dann endlich auch im Kreis Kleve Kreisverkehre auf freier Strecke gebaut, wie es in anderen Kreisen schon längst üblich war, weil dort schon lange bekannt war, dass an Kreisverkehren viel weniger Unfälle passieren als an gefährlichen Kreuzungen.

2. Als in Kalkar statt der ehemaligen Kreuzung L41/B57 der Kreisverkehr gebaut wurde, habe ich gefordert, dass die jetzt abgebundene Xantener Straße ebenfalls als 5. Arm an den Kreisverkehr angeschlossen wird. Das wurde genauso mit der Begründung „zu gefährlich“ abgelehnt. Inzwischen sind jetzt endlich auch im Kreis Kleve Kreisverkehre mit fünf Armen möglich.
Derzeit wird  von der Stadt Kalkar mit hohem Kostenaufwand der fünfte Arm an diesen Kreisverkehr angeschlossen. Diese hohen Kosten hätte man sich sparen können, wenn die Behörden schon beim Bau des Kreisverkehres einsichtig gewesen wären. Sehr bedauerlich!

Unsere jetzt vorgeschlagene sehr einfache, kostengünstige und verkehrsfreundliche Beschilderung an der Reeser Brücke wird von Ihnen abgelehnt mit dem Hinweis, dass erst dann weitere verkehrsrechtliche Maßnahmen erfolgen, wenn die Verkehrsunfallzahlen sich  erhöhen und somit ggf. eine erhebliche Gefahrenlage im Sinne des § 45 Abs. 9 StVO bestätigen! Über solche Aussagen kann man nur ungläubig staunen!
Muss es denn tatsächlich erst zu Unfällen  kommen, bis endlich gehandelt wird?
Können Behörden nicht auch präventiv arbeiten und Unfällen vorbeugen?

Dafür habe ich als „vernünftiger“ Bürger und als ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Verkehrswacht Kreis Kleve kein Verständnis!
Übrigens: Ihre Feststellung, dass Wunderland-Besucher für ein Bußgeld als solche nicht zu erkennen sind, ist völlig zweitrangig! Es geht nicht um die Verhängung von Bußgeldern, sondern einzig und allein darum, dass mehr Wunderland-Besucher als bisher die Umgehungsstraße benutzen und durch diese Gebotsschilder auch die Navi-Betreiber endlich gezwungen werden, bei der Zieleingabe „Wunderland“  die Umgehungsstraße als einzige Route anzubieten.
Wenn das geschieht, ist die Erteilung von Bußgeldern ohnehin hinfällig und alle Beteiligten sind zufrieden!

Ich setze künftig auf eine konstruktivere und bessere Zusammenarbeit zum Wohle aller Bürger und Verkehrsteilnehmer als in der Vergangenheit!“

 Mit freundlichen Grüßen

Norbert van de Sand