Missklänge über Kalkarer Konzertprogramm

Andreas Gebbink NRZ 31.10.2017

KALKAR   Wilfried Goerden (CDU) wünscht sich von der Verwaltung ein schlüssiges Konzept. Die Vorgaben des Kulturamtsleiters Harald Münzner seien zu dürftig.  
Ungewöhnlich scharfe Kritik gab es von der CDU-Fraktion am Konzertprogramm der Stadt Kalkar. Im Kulturausschuss monierte Ratsherr Wilfried Goerden, dass das Konzept von Kulturamtsleiter Harald Münzner nicht schlüssig sei und auch nicht überzeuge: „Wer soll wann auftreten? Wie sollen die Künstler bezahlt werden? Wer trägt das Risiko?“, wollte Goerden wissen.

 2000 Euro Ausgaben 

Harald Münzner zeigt sich einigermaßen überrascht ob der kritischen Nachfragen. Er teilte aber mit, dass die Haushaltsansätze von der Politik genehmigt werden. Für das Jahr 2018 sind Ausgaben in Höhe von 2000 Euro für das Konzertprogramm vorgesehen. Das Geld werde im Wesentlichen für die Künstlerhonorare benötigt, so Harald Münzner.Zum Programm sagte er, dass es sehr abwechslungsreich sein werde: Es werde unter anderem einen Solo-Abend geben, Klavier und Cello werden zu hören sein und jazzige Klänge. Auch Musikkabarett und Kammermusik stehen auf dem Programm.
  Einen freien Eintritt könne man nicht mehr anbieten. Fünf Konzerte kosten fortan 50 Euro. Die Einzelkarte kostet zehn Euro. 

„Wir werden hervorragende junge Künstler erleben“, sagte Münzner. Leider könne er noch keine Namen nennen. In der Planung seien fünf Konzerttermine, die zeitlich mit der Reihe der „Geistlichen Abendmusik“ in St. Nicolai sowie mit tradierten Aufführungsterminen (z.B. Herbstkonzert, Adventskonzert) abgestimmt werden. Das genaue Konzertprogramm werde noch in diesem Jahr publiziert, versprach Münzner.
 Günther Pageler entgegnete der CDU-Kritik: „Ich wundere mich, warum solche Programme jetzt von der CDU hinterfragt werden. Die Gestaltung und Zusammensetzung des Konzertprogramms ist nicht die Aufgabe des Kalkarer Stadtrates. Dafür sind wir auch gar nicht kompetent genug.“

 Konstruktive Vorschläge

 Birgit Mosler (SPD) sah es ähnlich: „Herr Münzner stellt jedes Jahr ein gutes Programm zusammen und wenn sie bei der CDU konstruktive Vorschläge zur Verbesserung machen können, dann wird Harald Münzner diese sicherlich gerne aufnehmen“, sagt die Ratsherrin der SPD.